Projektübersicht

Der Verein Kopfvitamin e.V. setzt sich zum Ziel Themen der psychischen Gesundheit im regionalen Raum (Erzgebirge, Westsachsen) umzusetzen und unterschiedliche Zielgruppen damit anzusprechen. Im Juni 2019 soll daher ein Fachtag zur psychischen Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen durchgeführt werden. Berufstätige, Eltern und auch Auszubildende/Studierende sollen Hintergrundinformationen erhalten und im Umgang mit Besonderheiten der psychischen Gesundheit geschult werden.

Kategorie: soziales Engagement
Stichworte: Kinder und Jugendliche, Entwicklung, Förderung, psychische Gesundheit
Finanzierungs­zeitraum: 12.12.2018 08:13 Uhr - 31.05.2019 23:00 Uhr
Realisierungs­zeitraum: Juni 2019

Worum geht es in diesem Projekt?

Der Fachtag zur "Psychischen Gesundheit im Erzgebirge" (12. Juni 2019, Goldne Sonne Schneeberg, 09.00-16.00 Uhr) wird sich schwerpunkmäßig mit Themen im Bereich Kinder und Jugend befassen. Gerade im Kontext Kindertagesstätte und Schule sowie in der Zusammenarbeit mit Eltern und Familien entstehen relevante Schnittstellen, in denen es wichtig ist, sich mit der psychischen Gesundheit im Kindes- und Jugendalter auseinanderzusetzen.

Neben problem- und störungsorientierten Themen wie "Entspannung und Achtsamkeit bei Kindern und Jugendlichen", "Lern- und Leistungsstörungen", "Autismus" oder der "Versorgung von jungen Heranwachsenden in psychischen Krisen" werden zum Fachtag auch Schnittstellenthemen in der Arbeit mit psychisch auffälligen Kindern und Jugendlichen näher beleuchtet. Letztere werden sich beispielsweise auf die Inhalte "Kindeswohl oder Kindeswille? Zusammenhänge und Relevanz für die berufliche Arbeit im Kontext Familie" sowie "Mobbing und Aggressivität im Kontext Schule" beziehen, bei denen ganz konkrete Handlungsempfehlungen an Berufstätige an der Grenze unterschiedlicher beteiligter Arbeitsfelder (Jugendamt, Schule, Versorgung, Schulsozialarbeit) vermittelt werden.

Kopfvitamin - Lotse für Angewandte Psychologie - zeichnet sich vor allem dahin gehend aus, dass wissenschaftliche Grundlagen mit praxisbezogener Handlungskompetenz kombiniert werden. Somit erwartet die Teilnehmer 2019 Impulsvorträge sowie anwendungsorientere Workshops, durchgeführt von erfahrenen Wissenschaftlern sowie versierten Praktikern. Ein besonderes Highlight wird ein humorvoll geprägter Science-Slam-Beitrag zum Thema "Generation Smartphone - was sich im Kopf der Jüngsten abspielt?" sein.

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Interessierte, Betroffene, Angehörige, Berufstätige (Ärzte, Psychotherapeuten, Jugendamt, Schule, öffentliche Einrichtungen, Frühförderstellen, Kinderhäuser, Kinder- und Jugendnotdienste, Beratungsstellen, Sozial-Pädiatrisches Zentrum), Auszubildende, Schüler, Studenten.

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Ein psychisch gesunder Mensch kann seine eigenen Fähigkeiten ausschöpfen, Alltags- und Lebensbelastungen bewältigen, produktiv arbeiten und ist im Stande etwas zu seiner Gemeinschaft beizutragen (WHO, 2004). Nicht nur im Arbeitsleben, sondern vor allem auch im gemeinsamen Miteinander und dem Streben nach einem sinnhaften und selbstverwirklichenden Leben stellt die psychische Gesundheit eine unverzichtbare Grundlage dar.
Der Kinder- und Jugendgesundheitssurvey zeigte, dass in Deutschland 10% (entspricht ca. 1,1 Millionen) der Schüler/innen an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen behandlungsbedürftig psychisch erkrankt sind (BELLA-Studie, 2015). Schon in der Phase der frühkindlichen, schulischen und spät-jugendlichen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen werden Einstellungen zum Thema „Gesundheit“ sowie „Umgang mit gesellschaftlichen und persönlichen Maßstäben“ geprägt. Da Heranwachsende einen großen Teil ihrer Zeit in Kita, Schule und anderen Einrichtungen verbringen, sollte dieser Rahmen auch psychisch gesundes Aufwachsen unterstützen.

Ziel des Fachtags ist, ganz unter dem Motto „Jeder zählt!“ zu einem bewussten Umgang mit psychischen „Handicaps“ anzuregen, damit die Forderung nach sozialer Inklusion auch bezogen auf Menschen mit psychischen Erkrankungen verwirklicht werden kann. So sollen „Barrieren“ wie einerseits Etikettierung oder Stigmatisierung abgebaut und andererseits Ängsten und Überforderung vorgebeugt werden.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Neben der Aufklärung von Personen, die bereits mit Kindern und Jugendlichen arbeiten (Multiplikatoren-Schulung) ist uns wichtig, auch Auszubildende und Studierende, die zukünftig in den Bereichen der Versorgung von Kindern und Jugendlichen arbeiten werden, zur Veranstaltung einzuladen und sie somit bezüglich Themen zur psychischen Gesundheit zu sensibilisieren.

Das Geld soll genutzt werden, um dieser speziellen Zielgruppe den Eintritt zur Veranstaltung zu ermöglichen. Weiterhin soll das Geld zur Werbung und Promotion genutzt werden, um die Veranstaltung an die jeweiligen Zielgruppen zu vermitteln, damit eine stärkere Sensibilisierung für diese Themen ermöglicht wird und eine Auseinandersetzung mit den Themen erfolgt.

Wer steht hinter dem Projekt?

Der Verein Kopfvitamin e.V.
www.kopfvitamin.de